Ein Portrait des Fotografen Kurt Krieger

Das Ende der Sinn- Suche
Er studierte Druckerei-Technik, hat aber nie als Druckerei-Ingenieur gearbeitet. Nach dem Studium und Zivildienst machte Kurt Krieger zunächst 3,5 Jahre lang Praktika in verschiedenen Studios. So lernte er unter anderem LKW-Teile, Erotik oder auch Haute Couture zu fotografieren.

Zehn Jahre lang war er als Haupt-Fotograf für das ‚Ski Magazin‘ und ‚Snowboard-Magazin‘ tätig. Aber er sei zwischen Wintersport-, Mode- und Entertainment-Fotografie „regelrecht hin- und hergesprungen“. Bis ein Unfall seiner Karriere in Sachen Wintersport-Fotografie ein Ende setzte. Wahrend eines Urlaubs in Cannes in schnupperte er dann die Luft der Entertainment-Welt, und das war das Ende seiner „Sinn-Suche.“ Bis heute covert er als akkredierter Fotograf die weltweit bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche, ob in Berlin, Cannes, Venedig oder auch Los Angeles, wo er „viel Zeit verbracht, aber niemals fest gelebt hat“. Zu seinen Kunden gehören Disney, Warner Bros., Concorde, Universum sowie diverse deutsche, englische, amerikanische und japanische Agenturen.

Ein Mann der leisen Töne
Ende der 1990-er Jahre spezialisierte er sich zudem auf Schauspieler-Portraits. Die Liste der von ihm fotografierten und portraitierten Darsteller liest sich wie das „Who is who“ der nationalen und internationalen Filmszene. Ob Sean Connery, George Clooney, Joseph Fiennes oder auch Moritz Bleibtreu, Katharina Böhm etc. etc.  – und selbst Karl Lagerfeld – Kurt Krieger hatte sie vor seiner Kamera.

Dennoch ist er ein Mann der leisen Töne geblieben. Er mag weder „name dropping“ noch plaudert er gerne aus dem Nähkästchen. Nach seinen Erfahrungen mit verschiedenen Stars oder Sternchen gefragt, stellt er nur lakonisch fest: „Es ist wie sonst auch; man trifft solche und solche. Manche sind unkompliziert und angenehm und manche  nerven total.“ – Aber zum Beispiel George Clooney? Ist der wirklich so nett und umgänglich, wie er in Interviews rüberkommt? „Der ist noch viel netter. Der ist schon fast „unwirklich“ nett; einfach ein Super-Typ ohne jede Allüren…“

München war immer seine Heimat
Kurt Krieger hat viel Zeit in Los Angeles verbracht. Aber er habe nie die Ambition gehabt, dort fest zu wohnen, sagt er. München sei immer seine Heimat geblieben. Seit seiner Heirat und der Geburt seiner Tochter vor knapp drei Jahren versuche er zunehmend, die Anzahl und Dauer seiner Auslandsaufenthalte zu reduzieren, aber das sei ihm bis dato nur bedingt gelungen. Gerade war er „kurz“ in Köln, wo er einige der Schauspieler fotografiert hat, die für Pressefotos gemeinsam mit den Figuren, die sie synchronisieren in die animierten Szenen eines neuen Kinderfilms von Universum einkopiert werden. „Der kleine Drache Kokosnuss“ kommt kurz vor Weihnachten in die Kinos.

Weitere Infos unter: www.glamproductions.de

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